Ausstellungen

Unsere aktuelle Ausstellung vom 13.10. bis 30.11.2017 im Onkel Emma:

ErSieEs – Portraits von Yvonne Most
Eine fotografische Spurensuche zwischen den Geschlechtern.

Ausstellungseröffnung im Beisein von Yvonne Most am Freitag, 13.10.2017 ab 19:00 Uhr im Onkel Emma.


Was bleibt übrig, wenn es kaum eindeutige Anhaltspunkte für weibliche und männliche Attribute gibt und die Grenzen verschwimmen? Das künstlerische Forschungsfeld bezieht sich auf eine Portraitserie, die sich mit geschlechtlicher Identität beschäftigt. Die Fotografien nähern sich überzeugend der stillen Intimität der Menschen und machen sie authentisch und eindringlich sichtbar. Ein irritierender Moment wird erzeugt, wenn die abgebildete Person nicht sofort an geschlechter-spezifischen Merkmalen einzuordnen ist.

Öffnungszeiten: dienstags 10-14 Uhr, mittwochs 14-18 Uhr und freitags von 20-22 Uhr
Weitere Terminwünsche nach Absprache möglich. Telefon 0531 615 157 57

 

 

Bisher im Onkel Emma gezeigte Ausstellungen:

Wir bieten Künstler.innen, Kunstbegeisterten und allen anderen Interessierten die Möglichkeit, ihre Bilder bei uns auszustellen.
Wer Interesse hat, kann sich an unser Veranstaltungsteam wenden (veranstaltungen@onkel-emma.org), und sich und sein Vorhaben präsentieren.

 

10. Juli – 31. August 2016

Kein Recht sie selbst zu sein“ – Lesbische Frauen in der UkraineKein-Recht-sie-selbst-zu-sein_Motiv©Natalia-Roi
von Natalia Roi

„Die Fotografien für die Ausstellung „Kein Recht, sie selbst zu sein“ habe ich zusammengestellt, als in der Ukraine ein bedrohlicher Gesetzesentwurf die erste Lesung im Parlament passierte: das Verbot der sogenannten Gay-Propaganda. Wenn dieses Gesetz verabschiedet würde, verlören Lesben und Schwule in der Ukraine das Recht, offen über ihre sexuelle Orientierung zu sprechen. Neutrale oder positive Äußerungen über die LGBT-Community in der Öffentlichkeit könnten mit Strafen von Bußgeld bis Freiheitsentzug belegt werden.

Allein die Möglichkeit, dass unser Staat solch ein Gesetz legalisieren könnte, löste eine Zunahme an Homophobie in der ukrainischen Gesellschaft aus.

Die Gewalt gegen Homosexuelle stieg deutlich. Als es im Herbst 2013 in der Ukraine zur Euromaidan-Bewegung kam, verlor der Gesetzesentwurf an Aufmerksamkeit; die Homophobie nahm jedoch nicht ab, sondern weiter zu.

Studien zufolge leben in der Ukraine etwa 2 Millionen Lesben und Schwule. Der Staat will diese Menschen nicht wahrnehmen, ihre Familien nicht anerkennen und ihnen nicht die rechtliche Möglichkeit geben, Kinder zu adoptieren und zu erziehen; er ignoriert die Hassreden, Gewalttaten und Diskriminierungen.

Die ausgestellten Fotografien wurden über mehrere Jahre hinweg aufgenommen. Sie zeigen Frauen, die der negativen Einstellung der Gesellschaft gegenüber ihnen, ihren Verwandten und ihren Kindern jeden Tag begegnen, nur weil sie lesbisch sind. Diskriminierung ist ein „normaler“ Teil ihres Lebens. Diese Frauen können nicht öffentlich über ihre Probleme und Sorgen sprechen. Aber sie wollen nicht stumm bleiben. Sie kämpfen dafür, sie selbst zu sein.

In der Ukraine kann diese Ausstellung noch nicht gezeigt werden. Ich bedanke mich bei allen Menschen, die das in München ermöglichen.“

Natalia Roi, Fotografin, stellvertr. Vorsitzende „New wave for a better future“

 

 

Bis Ende Januar 2016: Ausstellung „Just Me and Allah“

Queere Muslime suchen nach ihrer religiösen Heimat
Brand aktuell und kontrovers: Wir zeigen die Ausstellung bis Ende Januar 2016 im „Onkel
Die in Pakistan geborene und heute in Toronto lebende Fotografin veröffentlichte ihre Bilder
anfangs auf einem Foto-Blog. Im Sommer 2014 hat sie sie dann erstmals auf dem World
Pride in Toronto präsentiert; die Fotografien stießen schnell auf großes Interesse.
So unterschiedlich die Menschen hinter den Portraits sind, sie alle eint der Mut, sich offen zu zeigen.
Denn „der Mainstream-Islam heißt LGBTI nicht immer willkommen“, sagt Samra Habib.
„Dennoch sind die Traditionen für viele queere Muslime wichtig, bieten sie doch
Geborgenheit und ein Gefühl von Zugehörigkeit.“
Dali ist eines der Models. „Wir waren immer hier“, sagt sie. „Nur die Welt ist noch nicht bereit für uns.“
Wie so viele queere Muslime hat sie ihren eigenen spirituellen Weg gefunden.
„Ich beobachte, dass sie alle ihren Frieden gemacht haben mit dem Islam“, so die Künstlerin.
Sie interpretierten die Religion so, wie sie ihnen gut tut.

 

 

Me&Allah

30.1.15

Männer wie wir

(c) www.iwwit.de

(c) www.iwwit.de

Die russischen Fotografen Alex Bego, Sergei Wassiljew und Seva Galkin blicken durchs ,,verliebte Objektiv“ auf die Männer, ganz gleich ob sie nun schwul oder hetero, HIV-positiv oder HIV-negativ sind. Damit setzen die Fotografen und die Models ein Zeichen für Offenheit und Respekt – in einem Land, in dem seit über zwei Jahren die Gesetze gegen ,,homosexuelle Propaganda“ bestehen.
Initiiert wurde das Fotoprojekt von der russischen Präventionsorganisation LaSky. ICH WEISS WAS ICH TU – die Präventionskampagne der Deutschen AIDS-Hilfe für schwule Männer – hat die Fotos nach Deutschland geholt.

 

26.9.14-12.12.14
Stephan Kaps: …und ich

6.StephanKaps

In der Ausstellung „…und ich“ zeigt der Diplomkünstler Stephan Kaps unter anderem fotografische Selbstportraits seiner Serie „Pink Triangle Self Portraits“. Die Arbeiten sollen an die Verfolgung und Ermordung von Homosexuellen erinnern.
Mehr Informationen auf www.mephisto19.de

 

4.7.14-19.9.14
Susanne S. Knöpfle: Regenbogenfrauen

Unter dem Titel „Regenbogenfrauen“ zeigt Susann Knöpfle Darstellungen von Frauen in den unterschiedlichsten Lebenslagen, ob als Aktbild oder als erfolgreiche Frontfrau einer Band.
Die Bilder der Künstlerin bringen uns zum Verweilen und Nachdenken. Über uns. Und über die Gesellschaft. Und darüber, wo wir in der Gesellschaft stehen. Jede einzelne von uns. Aber auch wir als Lesben. Also als Gruppe.

 

7.3.14-30.6.14
Christoph Berger: Traum-Bilder/Seelen-Spiegel

4. ChristophBerger1

Unter diesem Motto stellt Christoph Berger Drucke und Acryl-Bilder im Onkel Emma aus. Seine Bilder sind im Laufe mehrerer Jahre im Zusammenhang seiner Arbeit mit Konfirmanden- und Gemeindegruppen entstanden. Sie haben oft, aber nicht nur, biblische Themen zur Grundlage.

 

29.11.13-6.3.14
Moritz Rennecke: Brunswinkel
Brunswinkel

Für das Onkel Emma hat der Fotograf Moritz Rennecke Aufnahmen um und aus Braunschweig gemacht und bearbeitet. Das Braunschweiger queere Zentrum ist inzwischen ein Teil der Stadt und so soll auch die Ausstellung einen Bezug zu Braunschweig haben. Dafür kamen Langzeitbelichtungen, Bildbearbeitung und -montagen zum Einsatz.

 

13.9.13-28.11.13
Benjamin: Comingout
UweKammerhoff

Die Exponate dieser Ausstellung sind alle Anfang 2000 entstanden. Sie sind Ausdruck des Innenlebens, d.h. der emotionalen und psychischen Verfassung des Künstlers, während seines Comingouts in den 1990er Jahren.
Die gezeigten Werke sind größtenteils Kreidezeichnungen auf Papier sowie zwei Bilder in Tempera auf Leinwand und eines in Tempera/Kreide auf Leinwand.

 

31.5.13-30.8.13
Jean Luc: Collagen
Jean Luc

Die 18 ausgestellten Werke von Jean Luc wirken wie eine Einladung, in seine Fantasiewelt einzudringen und das innere Leben seiner in Räumen inszenierten Männern zu teilen. Wohin die Reise durch die surrealistischen Landschaften des Künstlers führt, entscheiden die Betrachter.innen alleine, lassen sich durch Atmosphären oder erfundene Geschichten inspirieren und tauchen möglicherweise in ihre eigene Welt ein. Jean Luc bietet dafür eine Vorlage aus Fotoelementen von fremden Bildern, die er mit geschicktem Können und sicherem Formgefühl in neu gestalteten Einheiten zusammenführt.